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von Säulen von Porphyr und weissem Marmor, mit Stücken von Peperin und Travertin, Inschriftenresten, Skulpturresten und Marmorbrocken jeglicher Art vermauert, wahrscheinlich nicht vor dem 11. Jahrhundert (Normannenzeit), in dem ein neuer Eingang in der Höhe der bis damals auf 4,85 m angewachsenen Schuttschicht geschaffen wurde, von dessen Schwelle noch Reste im Mauerwerk sitzen. Im Innern der antiken Thür liegt noch ein Rest des Paviments von buntem Marmor. Auch ganz geringe Reste der äusseren Marmorbekleidung der Curie haben sich erhalten. Im Mittelalter ist der Ort als Begräbnisplatz benutzt. Man fand nicht nur mehrere Sarkophage, sondern auch in die Gusskernmasse der Treppe Gräben hineingetrieben, die mit Gebeinen gefüllt waren, und in der Wand der Curie selbst Loculi, in denen noch Leichen lagen.

(p. 100.) Die Area des Forums. Wie oben schon (p. 363) beim Comitium erörtert ist, stammt das letzte Pflaster des Forums nicht, wie früher angenommen, aus der letzten Zeit des Altertums, sondern aus dem Mittelalter. Vor dem Tempel des Divus Julius und dem Kastortempel sind Reste des antiken Pflasters erhalten. Vor ersterem sieht man über dem älteren Pflaster das mittelalterliche liegen, und nimmt die durch die Neupflasterung bedingte Erhöhung des Niveaus wahr. Dass die Area kein Rechteck bildete, ist nun nach Aufdeckung der Basilica Aemilia sicher; die am Westende des Platzes liegenden Rostra bilden weder mit dem Süd- noch mit dem Nordrande einen rechten Winkel. Die am Forum stehenden Gebäude sind verschieden orientiert, haben aber gruppenweise die gleiche Richtung; so haben der Tempel des Divus Julius, der Augustusbogen und die Basilica Aemilia die gleiche Richtung und zwar dieselbe wie der Concordiatempel und der Vespasianstempel (Saturntempel). Ebenfalls eine gleiche Richtung haben die Basilica Julia, der Kastortempel, der östlich sich anschliessende Neubau des Vestalenhauses und die gesamten östlich davon liegenden Bauten bis zum Titusbogen und die Konstantinsbasilica. Eine abweichende Orientierung haben der Tempel der Vesta und die Regia. Es ist die Orientierung der älteren noch unter den darüberliegenden Neubauten des 3. Jahrhunderts nachweisbaren Bauten. Die Curie und das Templum urbis haben die Orientierung der Kaiserfora, dagegen der letzterem vorgelegte Romulustempel hat wiederum die Orientierung der gleichzeitigen Konstantinsbasilica. Mit keinem anderen Bau des Forums teilt die Rednerbühne ihre Orientierung.

Wichtig waren die Ausgrabungen auch für die Kenntnis des Kloakensystems in den das Forum umgebenden Strassen. Besonders ist hervorzuheben, dass vor der Front des Saturntempels nach Abtragung von modernem, an den Stylobaten des Tempels angebauten Mauerwerk der Rest einer grossen gewölbten Kloake zum Vorschein kam, die unter der jetzt völlig verschwundenen Treppe des Saturntempels herlief. Sie ist sehr alt, konstruiert aus kleinen Blöcken von Peperin, die nördliche Wand scheint ursprünglich zu einem noch älteren Bauwerk gehört zu haben. Ihrer Richtung nach zu urteilen, ergoss sie sich in die Kloake, die in der Richtung von Norden nach Süden am Fuss des Kapitols entlang gehend durch den Vicus Jugarius entweder die Cloaca maxima oder direkt den

Tiber erreichte. Diese Kloake ist neuerdings in der Via della Consolazione (Vicus Jugarius) wiederaufgefunden.

Eine andere Kloake, ebenfalls aus republikanischer Zeit (2. Jahrhundert v. Chr.) stammend, ist unter der Basilica Aemilia aufgefunden. Sie ist in monumentaler Weise gebaut, der untere Teil aus Travertinquadern, der obere aus Tuff. Es ist möglich, dass sie vor Regelung der Nordseite des Forums durch den Basilikenbau die von der Subura herkommenden Wasser in die Cloaca maxima leitete. Seitdem nahm die Kloake den Weg von der Subura her durch das Argiletum (vgl. Taf. 11b).

Eine dritte grosse Kloake hat man unter der Sacra via zwischen dem Tempel der Faustina und der Regia aufgefunden, die gut erhaltenen Wände sind von Tuff-Retikulat. Auch das Entwässerungssystem im Vestalenhause, das wegen der ungesunden Lage dieses Baus (vgl. p. 90) von besonderer Wichtigkeit war, ist bei den neuen Ausgrabungen aufgedeckt worden.

(p. 163.) Sacra via. Das unförmliche Pflaster der Strasse vom Tempel der Faustina an bis zur Höhe der Velia ist entfernt worden; die Lavapolygone waren durch den Gebrauch abgerundet, mehrfach umgelegt, was sich an den nach verschiedenen Richtungen gehenden Wagenspuren zeigte. Es hatte die jetzige Form erst in neuerer Zeit erhalten, und war in jeder Hinsicht wertlos. Zwei Meter darunter hat man eine Strasse von ausserordentlich gut gefügtem Pflaster gefunden, die aber schon im Altertum durch Aufhöhung des Terrains verdeckt worden ist, denn sie biegt vor der Basilica des Konstantin nach Süden und verschwindet unter den dort liegenden Häusern. Es ist dies die Strasse, deren Lauf aus der Orientierung der in einer unteren Schicht liegenden Fundamente schon p. 163 gemutmasst wurde. Wann die oberste Häuserschicht entstanden und damit der Strasse eine neue Richtung gegeben ist, wurde ebendaselbst besprochen. Es war bis dahin ziemlich allgemein angenommen, dass, nachdem der Brand unter Commodus im Jahre 191 n. Chr. den ganzen zwischen dem Forum und der Velia liegenden Stadtteil in Asche gelegt hatte, man ihn nach einem einheitlichen Plan wiederaufbaute, bei dem die Orientierung des Hadrianischen Tempels der Venus und Roma zur Richtschnur genommen worden sei. Indessen scheint es jetzt geboten anzunehmen, dass diese Neuregulierung nach einem Brande am Ende des 3. Jahrhunderts, entweder dem unter Carinus im Jahre 283 n. Chr., oder einem unter Maxentius (vgl. p. 164) stattgefunden hat. Es heisst nämlich von der von diesem erbauten Basilica im Chronographen von 354 von Domitian: horrea piperataria, ubi modo est basilica Constantiniana. Die Reste dieser Horrea (vgl. p. 164 Anm. 2) sind bekannt, sie liegen zum Teil unter der Basilica, zum Teil vor der Front derselben an der nunmehr zu Tage liegenden Sacra via, deren stark abweichende Orientierung sie haben. Aus den Worten des Chronographen muss geschlossen werden, dass diese Horrea bis zur Erbauung der Basilica bestanden haben, und erst diesem Bau gewichen sind. Vor ihrer Entfernung war aber eine Verlegung der Strasse nicht möglich. Die Regulierung der Strasse und damit die des ganzen

Handbuch der klass, Altertumswissenschaft. III, 3, B. 2. Aufl.

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Terrains nach einheitlichem Plane ist also in die Zeit des Maxentius zu setzen. Die Strasse wurde geradlinig und bekam statt 5 m eine Breite von 23 m. Bei der Abtragung des modernen Weges hat man in verschiedenen Niveaus vor der Front der Basilica Reste von Pflasterungen entdeckt, die vom Ende des 3. Jahrhunderts anfangend bei immer wachsender Aufhöhung des Bodens gelegt wurden.

Das ganze, nach LANCIANI Von der Porticus margaritaria bedeckte Quartier zwischen der Basilica und der Nova via ist von neuem ausgegraben, nachdem es vor mehreren Jahren zum Teil wieder verschüttet worden war. Es haben sich dabei bis jetzt keine Spuren von dem westlich vom Titusbogen angenommenen Tempel des Jupiter Stator gefunden (vgl. p. 139 f.).

Anhänge

I. Die konstantinische Regionsbeschreibung.

(Der Text ist der der Notitia. Die in Klammern stehenden Worte fehlen im Curiosum. Alle sonstigen Abweichungen des Curiosums sind in Anmerkungen zugefügt.)

Regio I. Porta Capena. Continet: aedem Honoris et Virtutis, Camenas (et) lacum Promethei, balineum Torquati (et Vespasiani), thermas Severianas et Commodianas, aream Apollinis et Splenis (et Calles), vicum vitrarium, aream pannariam, mutatorium Caesaris, balineum (Bolani1) et) Mamertini, aream carruces, (balineum Abascanti et Antiochiani,) aedem Martis (et Minervae et Tempestatis), flumen Almonis, arcum divi Veri (Parthici) et (divi) Traiani et Drusi.

Vici X, aediculae2) X, vicomagistri3) XLVIII, curatores1) II, insulae III.CCL, domos CXX, horrea XVI, balinea 5) LXXXVI, lacos LXXX(VI)I, pistrina XX.

Continet pedes XII.CCX(VIII)I &

Regio II. Caelemontium. Continet: templum Claudii,6) macellum magnum, lupanarios, antrum) Cyclopis, cohortem 8) V. vigilum, castra peregrina, caput Africae, arborem sanctam,) domum Philippi, Victiliana, ludum matutinum et Gallicum, 10) spoliarium, samiarium, (armamentarium,) micam auream.

Vici VII, aediculae VII, vicomagistri XLVIII, curatores II, insulae III.DC, domos CXXVII, horrea XXVII, balinea LXXXV, lacos LXV, pistrina XV.

Continet pedes XII.CC.

Regio III. Isis et Serapis. Continet: monetam, amphitheatrum qui capit loca LXXXVII, ludum matutinum 1) (et Dacicum), Domum Brutti

1) Cur.: Abascantis.

2) Das Curiosum kürzt entweder ab aed. oder schreibt aus aedem oder aedes, bringt auch die folgenden Worte unter falscher Auflösung der Abkürzungen.

*) Im Cur. abgekürzt vicomag. oder vicomagn. oder vicomagnum.

4) Cur. dafür curatoria oder curatorie, curationes.

5) Cur. stets balnea.

6) Cur.: Claudium.
7) Cur.: atrium.

8) Cur. schreibt hier und überall cohortes.

9) Reihenfolge im Cur.: caput Africes, arborem sanctam, castra peregrina. 10) Cur.: Dacicum.

11) Cur.: magnum.

Praesentis, summum choragum, lacum pastorum, scholam quaestorum et caplatorum, thermas Titianas et Traianas, porticum Liviae, 1) castra Misenatium. 2)

Vici XII, aediculae XII, vicomagistri XLVIII, curatores II, insulae II.DCCLVII, domos (C)LX, horrea XVII, 3) balinea LXXX, lacos LXV, pistrina XVI.

Continet pedes XII.CCCL.

Regio IV. Templum Pacis. Continet: porticum absidatam, (aream Volcani,) aureum4) bucinum, Apollinem sandaliarium, templum Telluris, (horrea chartaria,) tigillum sororium, colossum altum pedes CII s. habet in capite radia (numero) VII singula pedum XXII s., metam sudantem, templum Romae (et Veneris), aedem Jovis (Statoris), viam sacram, basilicam Constantinianam, templum Faustinae, basilicam Pauli,5) forum transitorium, Suburam, balineum Dafnidis.

Vici VIII, aediculae VIII, vicomagistri XLVIII, curatores II, insulae II.DCCLVII, domos LXXXVIII, horrea XVIII, balinea LX(X)V, lacos LXX(VII)I, pistrina XV.

Continet pedes XIII.

Regio V. Esquiliae. Continet: lacum Orphei, macellum Liviani, nympheum (divi) Alexandri, cohortem II. vigilum, Herculem Sullanum, hortos Pallantianos, 6) amphitheatrum castrensem, campum Viminalem subager, Minervam medicam, Isidem patriciam.')

Vici XV, aediculae XV, vicomagistri XLVIII, curatores II, insulae III.DCCCL, domos CLXXX, horrea XXII, balinea LXXV, lacos LXXIIII, pistrina XV.

Continet pedes XV.DC.

Regio VI. Alta semita. Continet: templum Salutis) et Serapis, templum Florae,) Capitolium antiquum, 10) statuam Mamuri, templum dei Quirini, (malum punicum,) hortos Sallustianos, gentem Flaviam, thermas Diocletianas (et Constantinianas), (castra praetoria,) X tabernas, gallinas albas, (aream Candidi), cohortem III. vigilum. 11)

Vici XVII, aediculae XVII, vicomagistri XLVIII, (curatores II, insulae III.CCCCIII, domos CXLVI, horrea XVIII,) balinea LXXV, lacos LXXIII, pistrina XVI.

Continet pedes XV.DCC.

Regio VII. Via lata. Continet: lacum Ganymedis, cohortem I. vigilum, arcum novum, nympheum Jovis, aediculam caprariam, campum Agrippae, templum Solis et castra, porticum Gypsiani et Constantini, (templa duo

1) Cur.: Libies.

2) Cur.: Misenantium.

3) Cur.: XVIII.

4) Cur.: aura.

5) Reihenfolge im Cur.: basilicam novam et Pauli, templum Faustinae.

6) Cur. in umgekehrter Reihenfolge; es schreibt: hortos Pallatianum, Herculem Syllanum.

7) Cur.: Insidem patricium.

8) Cur.: Salusti.

9) Cur.: Floram.

10) Im Cur. folgt hier thermas Constantinianas; es lässt dafür unten et Constantinianas fort.

1) Reihenfolge im Cur.: cohort. III vigilum, X tabernas, gallinas albas.

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