Verselbständigungsprozesse internationaler Organisationen

Pirmais vāks
Springer-Verlag, 2008. gada 26. jūn. - 244 lappuses
The fact is that it was only at the end of the Napoleonic wars that the emperors and stat- men began to think and to talk of some form of international organisation instead of war and offensive alliances as a practical method of c- structing international society (Woolf 1916: 23). 1 Internationale Organisationen sind in der offentlichen Wahrnehmung so prasent wie selten zuvor. Gleichzeitig werden sie verstarkt als Forschungsgegenstand (wieder-)entdeckt nicht zuletzt, weil ihnen (wieder) ein zunehmendes Mass an Einfluss auf die Gestaltung 2 zwischenstaatlicher Beziehungen zugesprochen wird. Neben dem sprunghaften quantita- ven Anstieg internationaler Organisationen seit dem Ende des 2. Weltkriegs (Rochester 1986) und der Beobachtung, dass sich zunehmend staatliche und nicht-staatliche Akteure in internationalen Organisationen organisieren (Jacobson/Reisinger et al. 1986), lasst sich die Prasenz internationaler Organisationen vor allem daran ablesen, dass in nahezu allen int- nationalen Politikfeldern neben Staaten auch internationale Organisationen aktiv sind und unterschiedliche Aufgaben ubernehmen (Karns/Mingst 2004; Reinhalda 1999; B- nett/Finnemore 2004). Uber die reine Koordinationsfunktion an Schnittstellen zwischen Staaten hinweg ist eine Zunahme und Verdichtung von Aufgaben und Kompetenzen na- weisbar, die internationalen Organisationen ubertragen werden (Alvarez 2006). Auf diese Weise wird der Aktionsrahmen internationaler Organisationen ausgebaut, indem diese beispielsweise als Mittler zwischen streitenden Staaten fungieren, als Informationspool dienen, Uberwachungsmechanismen etablieren (Jacobson 1984) und Sanktionen verhangen oder legitimieren (Drenzer 2000). Internationale Organisationen konnen somit qua ihrer Funktion zu (partiell) selbst- digen Akteuren avancieren, die das mitgliedstaatliche Verhalten beeinflussen bzw. eine uberstaatliche Ordnungsebene ausbilden konnen."
 

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Par autoru (2008)

Martin Koch ist Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Fakultät für Soziologie der Universität Bielefeld und Geschäftsführer des Instituts für Weltgesellschaft.

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